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21 March 2025

BOOK: Amelie TSCHEU, Publizistischer Landesverrat in der Weimarer Republik [Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts] (Tübingen: Mohr Siebeck, 2024), 380 p., ISBN 978-3-16-163808-4

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Book abstract:

Nach der Niederlage im 1. Weltkrieg verpflichtete der Versailler Friedensvertrag das Deutsche Reich zu einer weitreichenden militärischen Abrüstung. Pazifistischen Journalisten, die über illegale Rüstungsmaßnahmen der Reichswehr berichteten, drohte unter dem Vorwurf des publizistischen Landesverrats ein Verfahren vor dem Leipziger Reichsgericht. Dessen Urteile gegen Kritiker der illegalen Rüstung gelten in der bisherigen Forschung als exemplarischer Beleg der antirepublikanischen Weimarer Justiz. Demgegenüber zeigt Amelie Tscheu die kontinuierliche Wechselwirkung zwischen der Rechtsprechung des Reichsgerichts und der Außen- und Militärpolitik der Weimarer Regierungskabinette im Verlauf der 1920er- und frühen 30er-Jahre auf. Sie verbindet die Analyse klassisch rechtswissenschaftlicher und allgemein geschichtswissenschaftlicher Quellen, um den publizistischen Landesverrat als politische Straftat im Spannungsfeld von Recht und Politik zu begreifen.

Table of contents: 

Einleitung
A. Einführung in die Thematik des publizistischen Landesverrats in der Weimarer Republik

B. Vom Kaiserreich zur Republik

C. Die Verfahren wegen publizistischen Landesverrats im Kontext der militärpolitischen Entwicklungen

D. Der publizistische Landesverrat als politische Straftat und das Verhältnis der Judikative zum republikanischen Staatssystem

E. Der Fall Felix Fechenbach vor dem bayerischen Volksgericht 1922 und das Verfahren gegen Walter Oehme (Urteil vom 28.08.1923 - 7J69/23)

F. Der Ponton-Prozess gegen Friedrich Küster und Berthold Jacob (Urteil vom 14.03.1928 - 7J63/25, RGSt 62,65)

G. Der Weltbühne-Prozess gegen Carl von Ossietzky und Walter Kreiser (Urteil vom 23.11.1931 - 7J35/29)

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27 September 2024

BOOK: Ebbo SCHRÖDER, Journalistische Praxis beim Nürnberger Prozess. Eine Fallstudie zum blinden Fleck der Mediengeschichtsschreibung [Industrielle Welt; 105] (Köln: Böhlau, 2024), 371 p., ISBN 978-3-412-53067-9

 
ABOUT THE BOOK:
 
Wie gelangte in die Medien, was diese schließlich druckten oder sendeten? Dieser grundlegenden Frage geht Ebbo Schröder anhand der Arbeit von britischen und US-amerikanischen Auslandskorrespondenten beim Nürnberger Prozess 1945–46 nach. Statt den Selbstdarstellungen in der Memoirenliteratur der Großen ihrer Zunft Glauben zu schenken, rekonstruiert die Arbeit anhand umfangreicher Archivrecherchen die journalistische Praxis zahlreicher Korrespondenten aller Mediengattungen. Vom Geschmack des chlorierten Wassers im zerstörten Nürnberg über den Kampf mit den eigenen Redaktionen und der Kommunikationstechnik bis zu ihren Gedanken über den beginnenden Kalten Krieg wird jede Facette ihrer Arbeits- und Lebenswelt in den Blick genommen. Anhand vieler erstmals ausgewerteter Quellen wird gezeigt, welche Faktoren entscheidend dafür waren, was gedruckt und gesendet wurde. Und die Bedeutung, die den Korrespondenten dabei zukam, entsprach selten ihrer Selbstdarstellung. 
 
ABOUT THE AUTHOR:
 
Ebbo Schröder hat am Institut für Geschichtswissenschaft der TU Braunschweig promoviert.  
 
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