ABOUT THE BOOK:
Die Arbeit untersucht die Entwicklung supranationaler europäischer Gesellschaftsrechtsformen am Beispiel der Europäischen Aktiengesellschaft (SE). Rechtshistorisch wird der langjährige Entstehungsprozess von den Anfängen der Nachkriegszeit bis zur Verabschiedung der SE-VO im Jahr 2001 nachgezeichnet. Die ursprüngliche Vision eines umfassenden europäischen Gesellschaftsstatuts scheiterte an divergierenden nationalen Interessen, insbesondere an der Mitbestimmungsfrage. Anhand weiterer supranationaler Rechtsformen (u. a. EWIV, SCE, SPE, SUP) wird belegt, dass vergleichbare Konflikte auch deren Entstehungsprozess prägten. Rechtsvergleichend wird anhand der SE in Frankreich, Bulgarien, Österreich und Liechtenstein nachgewiesen, dass trotz grundlegender Vergleichbarkeit keine echte Einheitlichkeit besteht. Im Ergebnis ist die Entwicklung supranationaler Rechtsformen ein unvollendeter Prozess, dessen Geschichte für die Rechtsanwendung bedeutsam bleibt und dessen Fortführung geboten ist.
TABLE OF CONTENT:
I. Rechtshistorische Entwicklung einer supranationalen
europäischen Kapitalgesellschaft vom Beginn der institutionellen
europäischen Integration nach dem 2. Weltkrieg bis in die Gegenwart
Internationale
europäische Unternehmen im Kontext der Zeit — Impulse aus Frankreich —
Vordenker der Europäischen Aktiengesellschaft — Denkschrift der
Kommission von 1966 — Der Sanders-Entwurf von 1966 — Kommissionsentwürfe
1970/1975 — Weißbuch zur Vollendung des Binnenmarkts von 1985 und die
Gesetzgebungsinitiativen von 1989/1991 — Ökonomischer Nutzen der SE –
der »Ciampi-Bericht« — Davignon-Bericht — »Das Wunder von Nizza« — Der
Europäische Rat von Nizza ebnet den Weg für die SE — Rezeption der SE in
Deutschland und die Gründe für ihren Einsatz nebst bestehenden
Nachteilen
II. Weitere supranationale Gesellschaftsformen des Gemeinschaftsrechts
Die
Herangehensweise an die Ausarbeitung — Weitere existierende europäische
supranationale Rechtsformen — Zurückgezogene und unvollendete
europäische supranationale Rechtsformen
III. Eine einheitliche europäische Aktiengesellschaft – rechtsvergleichende Betrachtungen
Die französische SE — Die SE in Bulgarien — SE des deutschen Rechtskreises (Österreich und Liechtenstein)
IV. Quo vadis SE: Schlussfolgerungen, Reformvorschläge und Entwicklungsaussichten für die Europäische Aktiengesellschaft
Perpetuierung als Instrument zur Mitbestimmungsvermeidung infolge aktueller Rechtsprechung — Reformvorschläge
Find more here.
No comments:
Post a Comment