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20 January 2026

BOOK: Herlinde PAUER-STUDER, Im Namen von "Führer" und "Volk". Das Recht im Nationalsozialismus (Tübingen: Mohr Siebeck, 2025), 279 p., ISBN 978-3-16-164434-4

Cover von 'undefined'

ABOUT THE BOOK:

Wie konnte sich das Recht im NS-Staat der politischen Ideologie des Nationalsozialismus so anpassen, dass sich Recht in Unrecht verkehrte? Herlinde Pauer-Studer gibt Einblick in die normativen Grundlagen des nationalsozialistischen Deutschland und den juridischen Hintergrund der eskalierenden Gewalt und Unmenschlichkeit, die in beispiellosen Verbrechen endete. Im totalitären »Führerstaat« entwickelten sich Strafrecht und Polizeirecht zu Instrumenten des Terrors. Die zunehmende normative Entgrenzung zeigte sich insbesondere in der Umsetzung der Rassenideologie des NS-Regimes, die auch mit Blick auf die Rolle der Ministerialbürokratie analysiert wird. Abschließend wird die Frage diskutiert, welche Bedingungen der Rechtsstaatlichkeit unverzichtbar sind, um ein Rechtssystem vor ideologischer Moralisierung und Politisierung zu schützen.

TABLE OF CONTENTS:

I. Einleitung
II. Von der Weimarer Republik zum Dritten Reich
III. Der Führerstaat
IV. Das Strafrecht im Dritten Reich
V. Die Rassengesetzgebung
VI. Das Polizeirecht im NS-Staat
VII. Die SS- und Polizeigerichtsbarkeit
VIII. Die ideologische Moralisierung des Rechts im Nationalsozialismus: Rechtsphilosophische Überlegungen

ABOUT THE AUTHOR:

Herlinde Pauer-Studer Geboren 1953; Studium der Philosophie an den Universitäten Salzburg und Toronto; Professorin für Philosophie i.R. an der Universität Wien; Senior Research Associate am African Center for Epistemology and Philosophy of Science der Universität von Johannesburg (Südafrika); 2023-24 Alexander von Humboldt Forschungspreisträgerin, LMU München; 2024-25 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
 
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26 May 2025

BOOK: Michael FÖRSTER, Jurist im Dienst des Unrechts. Leben und Werk des ehemaligen Staatssekretärs im Reichsjustizministerium, Franz Schlegelberger (1876–1970) (Baden-Baden: Nomos, 2024), 279 p., ISBN 978-3-7560-0723-3

Jurist im Dienst des Unrechts

ABOUT THE BOOK:

Franz Schlegelberger war der ranghöchste Jurist Hitlers der den Zusammenbruch des Regimes überlebt hat. Mitten im Krieg diente er nach einer langen Karriere Hitler zeitweilig als geschäftsführender Reichsjustizminister. Obwohl selbst nicht überzeugter Nationalsozialist – er empfand sich eher als bürgerlich-konservativ – prägte er maßgeblich die verhängnisvolle Rolle der Justiz im Dritten Reich und musste sich dafür nach dem Krieg als Hauptangeklagter im sog. Nürnberger Juristenprozess verantworten.

Der Autor beschreibt einen Werdegang, der weniger tragisch als konsequent war. Die Biografie richtet sich nicht nur an Rechtshistoriker und Juristen, sondern an alle, die sich für die Rolle der Juristen im Hitlerdeutschland und danach interessieren

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07 May 2025

BOOK: Jutta BRAUN, Nadine FREUND, Christian MENTEL, Gunnar TAKE (eds.), Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit (Göttingen: Wallstein, 2025), 938 p., ISBN 978-3-8353-5598-9

Buchcover: Das Kanzleramt

ABOUT THE BOOK:

Das Bundeskanzleramt war seit 1949 die politische Schaltzentrale der jungen westdeutschen Demokratie. Aufgrund der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers konnte die Behörde auf alle Bereiche des Regierungshandelns einwirken. Dabei bewegte sie sich im Spannungsfeld zwischen demokratischem Neubeginn und den Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Während die NS-Belastung des langjährigen Amtschefs Hans Globke häufig thematisiert wurde, wusste man über das Personal dieser bundespolitischen Schlüsselstelle bisher nur wenig. Woher kamen die leitenden Beamten, welches Politik- und Demokratieverständnis brachten sie mit oder entwickelten sie? Wie steuerte das Bundeskanzleramt die Personalpolitik, den Umgang mit der NS-Vergangenheit und die Öffentlichkeitsarbeit des Bundes?
Der Band vereint vier Studien, in denen diese Fragen erstmals umfassend untersucht werden. Ausgehend von den Biographien der im Kanzleramt tätigen Beamten spannen Autorinnen und Autoren den Bogen vom frühen 20. Jahrhundert über die NS-Zeit und die Ära Adenauer bis in die 1970er Jahre.

ABOUT THE EDITORS:

Jutta Braun ist Leiterin der Abteilung »Regime des Sozialen« am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der deutschen Teilung und Vereinigung sowie die Behördengeschichte in Diktatur und Demokratie.
Veröffentlichungen u. a.: Porsche. Vom Konstruktionsbüro zur Weltmarke (2017, mit Wolfram Pyta und Nils Havemann); Im Riss zweier Epochen. Potsdam in den 1980er und frühen 1990er Jahren (2017, mit Peter Ulrich Weiß).

Nadine Freund war von 2017 bis 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Aktuell ist sie Dozentin am Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) sowie Privatdozentin an der Universität Kassel mit Schwerpunkten in der Zeitgeschichte, der Erinnerungskultur und dem Rechtsextremismus.

Christian Mentel war bis 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Er hat u. a. zu den Feldern Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, insbesondere zu den Themen NS-Aufarbeitung und Behördenforschung, geforscht und publiziert.

Gunnar Take war bis 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Gegenwärtig arbeitet er in der Abteilung Unternehmensgeschichte der Universität Stuttgart und forscht zum Geld- und Bankwesen in der DDR.

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08 April 2025

BOOK: Lutz KRELLER, Juristen im Unrecht. Die Biografien von Otto Palandt (1877-1951) und Heinrich Schönfelder (1902-1944) [Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte; 129] (Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2024), 160 p., ISBN: 9783111382296

 book: Juristen im Unrecht

About the book:

Der „Palandt", ein erstmals 1939 erschienener Kurzkommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, und der „Schönfelder", eine ab 1932 publizierte Gesetzessammlung, begleiteten Generationen deutscher Juristen und Juristinnen. Doch wer waren die Namensgeber dieser beiden Standardwerke? Für welches Rechtsdenken und juristisches Selbstverständnis standen Otto Palandt (1877–1951) und Heinrich Schönfelder (1902–1944)? Wie verhielten sie sich zum NS-Staat, der Recht und Justiz pervertierte? Auf breiter Quellenbasis zeigt Lutz Kreller in seiner Studie, dass sich Palandt und Schönfelder aus Überzeugung in den Nationalsozialismus integrierten. An diesen beiden Biografien wird exemplarisch deutlich, wie leicht die Prinzipien der Unabhängigkeit von Recht und Justiz sowie die Gewaltenteilung 1933 zerstört und durch ein nationalsozialistisches Weltanschauungsrecht ersetzt werden konnten.

Table of contents:
 
Der „Palandt“ und der „Schönfelder“: Eine Einleitung

I. Der Jurist Otto Palandt (1877–1951)

1. 1877–1899: Sozialisation eines nichtelitären Bildungsbürgers

2. 1900–1918: Karriere(um)wege und Erster Weltkrieg als Zäsur

3. 1918/19–1932: Demokratie als Interim

4. 1933–1945: Chancen und Engagement

5. 1945–1951: Nach dem „Zusammenbruch“

II. Der Jurist Heinrich Schönfelder (1902–1944)

1. 1902–1922: Ursprünge einer völkischen Ideologisierung

2. 1922/23–1944: Ein weltanschauliches Kontinuum

Palandt, Schönfelder und der Nationalsozialismus: Eine Bilanz

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04 April 2025

BOOK: Matthias REINER, Die Strafverfolgung von NS-Kriminalität im Landgerichtsbezirk Augsburg [Schriften zur Rechtsgeschichte; 227] (Berlin: Duncker & Humblot, 2025), 374 p., ISBN: 978-3-428-19359-2

Cover: Die Strafverfolgung von NS-Kriminalität im Landgerichtsbezirk Augsburg
About the book:

Denkt man an die Verfolgung und Bestrafung von nationalsozialistischen Gewaltverbrechern nach dem Zweiten Weltkrieg, so kommen dem historisch Interessierten womöglich zunächst die von den alliierten Siegermächten durchgeführten »Nürnberger Prozesse« oder die maßgeblich von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer initiierten »Auschwitz-Prozesse« in den Sinn. Weniger im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dagegen die Strafverfahren, die die deutsche Justiz bereits 1945, wenige Wochen nach dem Zusammenbruch, »unter Aufsicht« der Besatzungsmächte gegen mutmaßliche NS-Täter durchführte. In der vorliegenden Arbeit werden diese Strafverfahren für den geografisch abgegrenzten Bereich des Landgerichtsbezirks Augsburg untersucht und in die gesamtdeutsche Aufarbeitung eingeordnet. Der Autor zieht das Fazit, dass bei der Strafjustiz in Augsburg durchaus ein Wille zur Strafverfolgung erkennbar ist, wobei einzelne Justizjuristen besonders hervorzuheben sind. Auf der anderen Seite konnten jedoch auch etliche Fälle zutage gebracht werden, bei denen auf die von der höheren und obersten Rechtsprechung entwickelten Auslegungen und dogmatischen Figuren zurückgegriffen wurde.

Table of contents:

Einleitung
Thema und Problemstellung – Forschungsdesiderat – Quellenlage – Struktur der Studie

1. Rahmenbedingungen für die Verfolgung von NS-Verbrechen durch die nachkriegsdeutsche Justiz
Einführung – Stillstand und Neuorganisation der Rechtspflege – Überblick über die frühe Verfolgung von NS-Kriminalität – Materiellrechtliche Grundlagen der Ahndung von NS-Kriminalität durch die westdeutsche Justiz – Tatsächliche Herausforderungen bei der Wiedereröffnung der Gerichte

2. Quantitativer Überblick
Anzahl der geführten NS-Verfahren – Deliktskategorien – Tatorte und Zuständigkeit

3. Verfahren im Einzelnen
Delikte im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Machtergreifung – Antisemitische Straftaten – Endphaseverbrechen – Lagerverbrechen und Verbrechen zulasten von Zwangsarbeitern – Denunziationen – Kriegsverbrechen – Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee

4. Synthese
Anlass für die Verfahrenseinleitung – Verfahrensgang – Emigration jüdischer Tatzeugen und der Umgang seitens der Justiz hiermit – Schwurgerichtspraxis – Auslegungsfragen – Strafzumessung

Schlussbetrachtung

Anhang
Tabellarische Übersicht über NS-Verfahren im LG-Bezirk Augsburg 1945–1958

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26 February 2025

BOOK PRESENTATION: Justifier l’injustifiable L’ordre du discours juridique nazi (Nancy: Université de Lorraine, 28 FEBR 2025)

(Source: Univdroit)


Evènement organisé autour de :

Justifier l'injustifiable

L' ordre du discours nazi

Parution : 01/2017
Editeur : Presses Universitaires de France
Justifier l'injustifiable

Présentation


Le livre se propose, à titre d’hypothèse heuristique, de prendre au sérieux le discours des juristes qui cherchent à donner une assise intellectuelle au « droit » nazi. C’est pourquoi le droit nazi est qualifié de « droit monstrueux » plutôt que de « non-droit ». Cette dernière manière ne permet en effet pas de comprendre les ressources et ressorts intellectuels mobilisés par ces auteurs pour les renvoyer simplement à l’irrationalité, comme si le monde des juristes était tout à coup devenu fou ou purement opportuniste en 1933. À un tel type d’approches psychosociologiques, nous préférons ici une approche tératologique, permettant de décrypter la logique interne, la grammaire générative d’un discours monstrueux sur un droit monstrueux qui autorise à justifier « en droit » l’injustifiable moral. Sont analysés successivement le problème de la conversion de l’élite juridique au nazisme (1. Conversions), les torsions et retournements opérés sur le discours juridique classique (2. Inversions), puis les caractères de la normativité nazie (3. Perversions).


Programme


14h00 : Présentation de l'ouvrage "Justifier l’injustifiable. L’ordre du discours juridique nazi"
par son auteur Olivier Jouanjan, Professeur de droit public, Université Paris 2 Panthéon Assas / Institut Michel Villey
16h00 : Fin


Inscription en présentiel obligatoire (gratuite) : 

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScxmCTa1g_dYcsVSpdBf5L0ZwKv-V_FP1OWE4cMY7jLUuLSMQ/viewform 


Conférence organisée dans le cadre des "Entretiens de l'IRENEE" sous la dir. scientifique de Benjamin Fargeaud, Professeur de droit public, Université de Lorraine/IRENEE
Salle d'honneur
BU droit, 2e étage
Campus Carnot Ravinelle
Rue De La Ravinelle
54000 Nancy

01 November 2024

BOOK: Lena HAASE, Strafverfolgungspraxis im Schein-Rechtsstaat des „Dritten Reiches“ [Gestapo – Herrschaft – Terror; 2] (Köln: Böhlau, 2023), 625 p, ISBN 978-3-412-52863-8



 

ABOUT THE BOOK:

Die Geheime Staatspolizei ist längst zum Sinnbild der Strafverfolgung in der NS-Zeit geworden. Sie gilt – gemeinsam mit den Sondergerichten und dem Volksgerichtshof – als Inbegriff nationalsozialistischer Rechtsbeugung im Kontext von Terror und Willkür. Nur selten werden hingegen auch die ordentlichen Gerichte auf regionaler Ebene sowie die übrigen Polizeibehörden berücksichtigt. Die Studie beleuchtet an einem regionalen Beispiel, wie sich in der alltäglichen Arbeitspraxis die Zusammenarbeit von Polizei, Gerichten und Staatsanwaltschaft gestaltete. Dabei rückt sie zentrale Tätigkeitsfelder der Regionalbehörden in den Fokus, um die Entwicklung der nationalsozialistischen Strafverfolgungspraxis nachzuzeichnen und mit einem akteurszentrierten Ansatz die Bedeutung von Juristen für das NS-Regime herauszuarbeiten.

ABOUT THE AUTHOR:

Lena Haase ist seit April 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Gestapo: NS-Terror vor Ort. Die Staatspolizeistelle in der südlichen Rheinprovinz". 
 
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06 June 2024

BOOK: Jason ALLEN, Gerhard DANNEMANN (eds.), F.A. Mann: The Lawyer and His Legacy (Oxford: Oxford University Press, 2024). ISBN: 9780191990847

(Image source: Oxford University Press)


ABOUT THE BOOK

This book traces the life and legacy of a German-Jewish lawyer, FA Mann, who moved to the UK in 1933, fleeing racial persecution in Germany, and later became one of the best-known legal minds of his age, equally versed and experienced in legal practice and legal scholarship. His book The Legal Aspect of Money, first published in 1938, opened an entire area for legal scholarship. His numerous publications—in particular, on public international law, conflict of laws, commercial law, procedural law, and arbitration—eclipse those of many full-time academic lawyers. As a solicitor and partner at the law firm Herbert Smith, he was instrumental in transforming a legal profession in England which traditionally had left litigation to its clerks and instructed barristers to become the experts in international litigation for which London solicitors have become famed. Drawing on some 12,500 letters of Mann’s personal correspondence with judges, academics, and legal practitioners, this book explores how Mann’s biography, his equal familiarity with German and English law and with academia and legal practice, and his wide range of legal interests have contributed to his lasting influence on law and legal scholarship until today.


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18 September 2023

DOCUMENTARY: Les tribunaux d'Hitler (arte)


(trailer source: arte)

Arte hosts an impressive documentary (J.M. Barrere & M.P. Camus, 2023) on Hitler's judges (French, German) with the historians Johann Chapoutot and Christian Ingrao, and the lawyers Arurore Gaillet and Olivier Jouanjan.

 Abstract:

De 1933 à 1945, les tribunaux nazis ont prononcé environ 16 000 condamnations à mort. 30 000 de plus avec les tribunaux militaires. Cette terreur judiciaire, dont la population allemande fut la première victime, visait à imposer une vision du droit et à établir une société fondée sur les lois du sang et de la race. Berlin, 1931. Un jeune avocat nommé Hans Litten a l’audace de convoquer Adolf Hitler à la barre pour répondre de violences commises par la SA, milice du parti nazi, à l’encontre de militants communistes. Ébranlé par son interrogatoire, Hitler est contraint de se parjurer. Il ne lui pardonnera jamais cet affront… Le destin de Litten, qui mourra à Dachau en 1938, est emblématique du sort réservé au droit dans cette période de conquête du pouvoir par le parti national-socialiste : une conquête réalisée grâce à un noyautage progressif des institutions judiciaires allemandes, rendant possible l’instauration d’une dictature sans aucune altération de la Constitution. "Les divisions blindées du droit" Pour comprendre les différentes étapes de l’accession au pouvoir par les nazis, le point de vue juridique est incontournable. C’est ce que montre ce documentaire qui analyse avec précision la manière dont la frontière entre justice et police a été progressivement gommée par l’exécutif à partir de 1933 : comment la profession de juriste, haïe par Hitler, a été d’abord expurgée, puis méthodiquement reconditionnée pour nourrir les rangs de la SS et justifier la brutalité du régime. Sous le troisième Reich, le droit est ainsi devenu une arme, renforcée au fil des décrets émis par le nouveau "tribunal du peuple", jusqu’à intégrer une dimension biologique, avec les lois de Nuremberg sur la protection du sang germanique. De ce récit implacable et passionnant émergent trois destins : celui des juristes antinazis Hans Litten et Lilo Gloeden, en miroir de celui du bourreau Johann Reichhart, tristement célèbre. Sorti en 1931, le film de Fritz Lang M le Maudit apparaissait prémonitoire dans sa dénonciation d’une justice arbitraire rendue par des bandits.

Watch the full documentary here.

13 September 2023

BOOK: David FRASER, Nazi Antisemitism and Jewish Legal Self-defense: The Turn to Law in Liberal Democracies, 1932-39 [Routledge Studies in Comparative Legal History] (London: Routledge, 2023), 324 p. ISBN 9781032520100, £ 130

Nazi Antisemitism and Jewish Legal Self-Defense: The Turn to Law in Liberal Democracies, 1932–39 book cover 

 (Image source: Routledge)

 

ABOUT THE BOOK

One of the first to provide a socio-legal comparative history of under-studied or ignored Jewish attempts in the 1930s "Anglosphere" to counter the rise in fascist and Nazi antisemitism, this book examines the ways in which Jewish individuals and organized communal bodies in the mid-to-late 1930s sought to counter this increasing antisemitic violence, physical and verbal, by using the law against their fascist and Nazi attackers.

This is the first study to explore how Jews in these countries organized themselves, brought their oppressors to court, while seeking to convince their governments that an attack on Jews was a threat to the social order. The book analyzes the networks of knowledge and the personal relationships between and among key actors and institutions of the "Antisemitic International." Nazi "nationalists" always participated in networks that transcended borders. Case studies from Canada, South Africa, the United Kingdom, and the United States, illustrate the ways in which different mechanisms of Jewish resistance were deployed throughout the mid-to-late 1930s. They embody significant concerns about the "turn to law" and the importance of litigation and legislation. Grounded in original archival research on three continents, the book examines the ways in which professional legal discourse about public order and democratic citizenship proffered by Jewish communities and individual Jews was countered by their Nazi opponents with legal and political arguments about "truth," "persecution," and Jewish perfidy.

The book will be of interest to students, academics, and researchers working in the areas of Legal History, History, Jewish Studies, the study of Antisemitism, and the History of the far right, fascism and Nazism.

TABLE OF CONTENTS

1. Jews, Nazis, and the Turn to Law 

2. The Antisemitic International: The Protocols and Jewish-Legal Self-defense 

3. Europe: Jewish legal Self-defense as an International Phenomenon 

4. The Greyshirts Trial: Jews, Nazis, and Legal Self-defense in South Africa 

5. After the Greyshirts Trial: Jewish Self-defense in South Africa following the Victory of Rabbi Levy 

6. Jews, Nazis, and the Québec Experience: The Failures of Law 

7. Canadian Nazis and Jewish Legal Self-defense in Manitoba: Tobias v. Whittaker 

8. The Freiman-Tissot Affair; Nazis Antisemites, Jews, and the Canadian Criminal Code 

9. Nazi Antisemitism, Jewish legal Self-defense, and Criminal Libel in Ottawa 

10. Nazi Antisemites, Libel Suits, and Jewish Legal Self-defense in the United States 

11. The Edmondson Case and the Trial That Wasn’t: American Antisemitism, American Law, American Jews 

12. English Jewish Self-defense: Elites, Masses, and Law 

13. The Leese Case: Libel Laws, Nazi Antisemites, and Jewish Self-defense in England 

14. Conclusion: Beyond Jewish Legal Self-defense?

 

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