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30 January 2026

BOOK: Michael KLOEPFER, Laura BADER, Posterioritätsgrundsatz und Verfassungsrecht [Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte; 114] (Berlin: Duncker & Humblot, 2025), 95 p., ISBN 978-3-428-19519-0

 Cover: Posterioritätsgrundsatz und Verfassungsrecht

ABOUT THE BOOK:
 
Späteres Recht geht vor, bestimmt der Posterioritätsgrundsatz (lex posterior derogat legi priori) zur Lösung von Normenkollisionen nach dem Kriterium der Zeit. Dieser Derogationsgrundsatz, dessen Wurzeln bereits im römischen Recht zu finden sind, prägte und prägt nicht nur die deutsche Rechtsordnung über Zeiten hinweg und offenbart sich in vielfältigen Erscheinungsformen. Eine Beschränkung allein auf methodische Aspekte greift bei der Betrachtung des Posterioritätsgrundsatzes zu kurz und wird seiner nahezu universellen Dimension nicht gerecht.
Die Arbeit fragt – den Posterioritätsgrundsatz als ungeschriebenes Verfassungsrecht ausweisend –, auch nach seiner grundgesetzlichen Verortung. Die Änderungsoffenheit der Rechtsordnung erweist sich dabei als die entscheidende demokratische Legitimation im dialektischen Spannungsfeld von Kontinuität und Flexibilität staatlichen Handelns.
 
TABLE OF CONTENTS:
 
I. Zum Posterioritätsgrundsatz
Einführung – Posterioritätsgrundsatz in der Rechtsgeschichte – Posterioritätsgrundsatz in der Rechtstheorie – Posterioritätsgrundsatz und verschiedene (Teil-)Rechtsordnungen – Posterioritätsgrundsatz in verschiedenen ausländischen Rechtskreisen – Posterioritätsgrundsatz und die Vielgestaltigkeit der Derogationsgrundsätze – Posterioritätsgrundsatz und Staatsgewalten – Instrumente der formellen Derogation

II. Posterioritätsgrundsatz und Verfassungsrecht
Demokratische Legitimation des Posterioritätsgrundsatzes – Posterioritätsgrundsatz und Grundgesetz – Folgen der Einordnung des Posterioritätsgrundsatzes als materielles Verfassungsrecht – Zur Dialektik des Posterioritätsgrundsatzes – Ausblick
 
ABOUT THE AUTHORS:
 
Prof. em. Dr. Michael Kloepfer war von 1974–1976 Professor an der Freien Universität Berlin, von 1976–1992 Professor an der Universität Trier, dort Direktor des Instituts für Umwelt- und Technikrecht. Von 1992–2011 war er Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht, Umweltrecht, Finanzrecht und Wirtschaftsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor am Walter Hallstein-Institut für Europäisches Verfassungsrecht. Seit 2011 ist er Emeritus. Von 1992–1998 war er Stellvertretender Vorsitzender der unabhängigen Sachverständigenkommission »Umweltgesetzbuch« und von 1999–2001 und 2005–2007 Vorsitzender der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft e.V. Von 2008–2016 war er Mitglied der Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern. Er absolvierte zahlreiche Forschungsaufenthalte im Ausland (u.a. Kobe/Japan; Lausanne/Schweiz; Stanford/USA). Er ist zudem Präsident der Forschungszentren Umweltrecht (FZU), Technikrecht (FZT), Katastrophenrecht (FZK) sowie des Instituts für Gesetzgebung und Verfassung (IGV) und ist seit 2011 Leiter des Forschungszentrums Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2017 ist er als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Köhler & Klett tätig. 
 
Laura Bader studierte Rechtswissenschaften in Potsdam und Paris X – Nanterre (Licence de droit). Nach dem ersten Staatsexamen Tätigkeit als geprüfte Rechtskandidatin im Deutschen Bundestag, nach dem zweiten Staatsexamen Referentin am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, derzeit Promotionsstipendiatin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. 
 
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