
ABOUT THE BOOK:
Späteres Recht geht vor, bestimmt der Posterioritätsgrundsatz (lex
posterior derogat legi priori) zur Lösung von Normenkollisionen nach dem
Kriterium der Zeit. Dieser Derogationsgrundsatz, dessen Wurzeln bereits
im römischen Recht zu finden sind, prägte und prägt nicht nur die
deutsche Rechtsordnung über Zeiten hinweg und offenbart sich in
vielfältigen Erscheinungsformen. Eine Beschränkung allein auf
methodische Aspekte greift bei der Betrachtung des
Posterioritätsgrundsatzes zu kurz und wird seiner nahezu universellen
Dimension nicht gerecht.
Die Arbeit fragt – den
Posterioritätsgrundsatz als ungeschriebenes Verfassungsrecht ausweisend
–, auch nach seiner grundgesetzlichen Verortung. Die Änderungsoffenheit
der Rechtsordnung erweist sich dabei als die entscheidende demokratische
Legitimation im dialektischen Spannungsfeld von Kontinuität und
Flexibilität staatlichen Handelns.
TABLE OF CONTENTS:
I. Zum Posterioritätsgrundsatz
Einführung – Posterioritätsgrundsatz in der Rechtsgeschichte – Posterioritätsgrundsatz in der Rechtstheorie – Posterioritätsgrundsatz und verschiedene (Teil-)Rechtsordnungen – Posterioritätsgrundsatz in verschiedenen ausländischen Rechtskreisen – Posterioritätsgrundsatz und die Vielgestaltigkeit der Derogationsgrundsätze – Posterioritätsgrundsatz und Staatsgewalten – Instrumente der formellen Derogation
II. Posterioritätsgrundsatz und Verfassungsrecht
Demokratische Legitimation des Posterioritätsgrundsatzes – Posterioritätsgrundsatz und Grundgesetz – Folgen der Einordnung des Posterioritätsgrundsatzes als materielles Verfassungsrecht – Zur Dialektik des Posterioritätsgrundsatzes – Ausblick
Einführung – Posterioritätsgrundsatz in der Rechtsgeschichte – Posterioritätsgrundsatz in der Rechtstheorie – Posterioritätsgrundsatz und verschiedene (Teil-)Rechtsordnungen – Posterioritätsgrundsatz in verschiedenen ausländischen Rechtskreisen – Posterioritätsgrundsatz und die Vielgestaltigkeit der Derogationsgrundsätze – Posterioritätsgrundsatz und Staatsgewalten – Instrumente der formellen Derogation
II. Posterioritätsgrundsatz und Verfassungsrecht
Demokratische Legitimation des Posterioritätsgrundsatzes – Posterioritätsgrundsatz und Grundgesetz – Folgen der Einordnung des Posterioritätsgrundsatzes als materielles Verfassungsrecht – Zur Dialektik des Posterioritätsgrundsatzes – Ausblick
ABOUT THE AUTHORS:
Prof. em. Dr. Michael Kloepfer war von 1974–1976 Professor an der Freien
Universität Berlin, von 1976–1992 Professor an der Universität Trier,
dort Direktor des Instituts für Umwelt- und Technikrecht. Von 1992–2011
war er Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht,
Umweltrecht, Finanzrecht und Wirtschaftsrecht an der
Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor am Walter Hallstein-Institut
für Europäisches Verfassungsrecht. Seit 2011 ist er Emeritus. Von
1992–1998 war er Stellvertretender Vorsitzender der unabhängigen
Sachverständigenkommission »Umweltgesetzbuch« und von 1999–2001 und
2005–2007 Vorsitzender der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft e.V.
Von 2008–2016 war er Mitglied der Schutzkommission beim
Bundesministerium des Innern. Er absolvierte zahlreiche
Forschungsaufenthalte im Ausland (u.a. Kobe/Japan; Lausanne/Schweiz;
Stanford/USA). Er ist zudem Präsident der Forschungszentren Umweltrecht
(FZU), Technikrecht (FZT), Katastrophenrecht (FZK) sowie des Instituts
für Gesetzgebung und Verfassung (IGV) und ist seit 2011 Leiter des
Forschungszentrums Recht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit
2017 ist er als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Köhler & Klett tätig.
Laura Bader studierte Rechtswissenschaften in Potsdam und Paris X –
Nanterre (Licence de droit). Nach dem ersten Staatsexamen Tätigkeit als
geprüfte Rechtskandidatin im Deutschen Bundestag, nach dem zweiten
Staatsexamen Referentin am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe,
derzeit Promotionsstipendiatin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an
der Humboldt-Universität zu Berlin.
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