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23 January 2026

BOOK: Dirk ERDELKAMP, Nemo pro parte testatus pro parte intestatus decedere potest [Schriten zur Europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte; 64] (Berlin: Duncker & Humblot, 2025), 321 p., ISBN 978-3-428-19350-9

 Cover: Nemo pro parte testatus pro parte intestatus decedere potest

ABOUT THE BOOK:

Die Arbeit setzt sich als erste deutschsprachige Monographie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit dem »[großen] Rätsel des römischen Erbrechts« (Lenel), dem sog. Nemo-pro-parte-Prinzip, auseinander, das eine Kombination von testamentarischer und Intestaterbfolge verbot. Geltungsanspruch und Anwendung des Prinzips werden von dessen römisch-rechtlichen Anfängen über seine gemeinrechtliche Rezeption bis in die Neuzeit hinein verfolgt. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf der Rezeptionsgeschichte des Prinzips in den verschiedenen Entwicklungsstufen des gemeinen Rechts sowie auf der bislang umfangreichsten Sammlung von Theorien, die im Laufe der Zeit zu seiner Erklärung entwickelt worden sind. Die Arbeit schließt mit dem Vergleich zwischen einer Anwendung des Nemo-pro-parte-Prinzips und der Regeln des heutigen deutschen Erbrechts. Hierbei erweist es sich, dass der Vorwurf der Interessenwidrigkeit, der häufig gegen das Prinzip erhoben wird, nicht ohne weiteres haltbar ist.
 
TABLE OF CONTENTS:
 
1. Grundzüge des römischen Erbrechts
Die römische familia – Stellung des Erben und Intestaterbfolge – Testamentarische Erbfolge – Das Anwachsungsprinzip – Das ius praetorium – Nachklassische Entwicklungen

2. Das Nemo-pro-parte-Prinzip im römischen Recht
Ursprünge des Prinzips – Quellen – Anwendungsbereich

3. Die Rezeption des Nemo-pro-parte-Prinzips
Ius commune – Jüngere Kodifikationen

4. Begründungsansätze für das Nemo-pro-parte-Prinzip
Einleitende Bemerkungen – Die Begründungsansätze im Überblick

5. Das Nemo-pro-parte-Prinzip im Lichte des BGB
Die Systematik der §§ 2088, 2089, 2094 BGB – Grundlagen der Testamentsauslegung – Fallgruppen im Vergleich
 
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31 May 2024

BOOK: Martin AVENARIUS, Ordo testamenti - Pflichtendenken, Familienverfassung und Gemeinschaftsbezug im römischen Testamentsrecht (Tübingen: Mohr Siebeck, 2024), 619 p., ISBN 978-3-16-163241-9

Ordo testamenti

About the book:

Das vorklassische römische Testament diente überindividuellen Zwecken. Es sollte die Überleitung des Verantwortungsbereichs eines pater familias auf einen Nachfolger bewirken. Die Testierpraxis und ihre rechtliche Bewertung waren durch ausgeprägtes Pflichtendenken gekennzeichnet. Martin Avenarius behandelt die Ordnungsvorgaben, die den Testator im vorklassischen Denken leiteteten, sowie diejenigen Instrumente des Rechts, die ihrer Anwendung auf die jeweilige Gesamtheit von gewaltunterworfenen Menschen, Vermögen und Kultverpflichtungen dienten. Sie musste in ihrer Ordnung und Eigenart möglichst erhalten bleiben, wenn auch unter neuer Verantwortung. Im cavere des Testators kam die sorgfältige Orientierung an den Vorgaben zum Ausdruck. So diente das Testament dem Erblasser dazu, die Familienordnung auf eine neue Generation zu übertragen und die Stellung der Familie in der Gemeinschaft zu bewahren.

Table of contents:

Einleitung
I. Einführung in das Konzept der Darstellung
II. Das wissenschaftliche Programm

1. Teil: Jüngeres republikanisches Recht: Ordnung und gesellschaftliche Einbindung der Familie unter dem Einfluss überindividueller Richtigkeitsvorstellungen
I. Die Zwölf Tafeln und ihre Interpretation als Grundlage des spätrepublikanischen Testamentsrechts
II. Rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen des Testaments in der Wahrnehmung der späten Republik
III. Das vorklassische Testament und seine rechtliche Regelung

2. Teil: Die Entwicklung in der klassischen Zeit: Das individualistische Testament, seine Einvernahme durch positives Recht und seine Herausbildung als Instrument zur Durchsetzung des Erblasserwillens
I. Das Vordringen des Individualismus im Recht der frühen klassischen Zeit
II. Die Einvernahme des Testamentsrechts für Staatsinteressen im augusteischen Prinzipat
III. Rechtsschulen und Testamentspraxis im Prinzipat des 1. Jahrhunderts
IV. Die Willenstheorie und die Folgen der Schulenkonvergenz für den Testamentsbegriff

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05 November 2020

BOOK: Martin LÖHNIG, Kulturkampf um die Ehe - Reform des europäischen Eherechts nach dem Großen Krieg Herausgegeben von Martin Löhnig (Tübingen: Mohr Siebeck, 2020). ISBN 978-3-16-159305-5, 90.00 EUR

 

(Source: Mohr Siebeck)

Mohr Siebeck is publishing a new book on the reform of inheritance law in Europe after World War II.

ABOUT THE BOOK

Nach dem Großen Krieg schien das in Europa geltende Eherecht plötzlich als aus einer längst vergangenen Epoche überkommen. Zwar hatten schon vor 1914 nationale und transnationale eherechtliche Reformdiskurse begonnen, nun jedoch nahm die Entwicklung rasant an Fahrt auf. Zahlreiche Gesetzentwürfe entstanden, die eine Reform des Eheschließungs-, Ehescheidungs- oder Ehegüterrechts zum Gegenstand hatten. Einige von ihnen wurden zügig Gesetz, andere erst nach langen Debatten, viele sind gescheitert, denn die Zeit spielte gegen sie. Reformdiskurs und gescheiterte oder geglückte Reformen des Eherechts in den Jahren nach dem Großen Krieg sind für einige europäische Staaten bereits in Einzelstudien untersucht worden. Dieser Band ergänzt das Bild um weitere Untersuchungen und beleuchtet überdies die Eherechtsreform im Europa der Zwischenkriegszeit aus transnationaler Perspektive.

ABOUT THE AUTHOR

Martin Löhnig ist Inhaber des W3-Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte sowie Kirchenrecht an der Universität Regensburg.

TABLE OF CONTENTS

Ulrike Harmat: Der Streit um die Eherechtsreform in der Ersten Republik – Eszter Cs. Herger: Eherecht in Ungarn (1918–1945) – Jan Kuklík/Petra Skřejpková: Das Eherecht und seine Veränderungen in der Tschechoslowakei zwischen den Weltkriegen – Pavel Salák jr./Lucie Mrázková: Form of Marriage in Czechoslovakia after First World War – Ingrid Lanczova/Miriam Laclavikova: Dissolution of Marriage and its Legal Consequences within the Slovak Territory during the Interwar Czechoslovakia – Piotr Fiedorczyk: Conflicts on marriage law in interwar Poland – Szymon Paciorkowski: Im Osten nichts Neues? Die Anwendung deutschen Eherechts in der Zweiten Polnischen Republik – Mirela Krešić: Much Ado about Nothing: Debates on the Type of Marriage in Yugoslavia Between the Two World Wars – Christian Alunaru: Das Eherecht in Rumänien nach dem Großen Krieg – Philipp Schwartz: Das Eherecht der jungen Republik Lettland 1918–1940 – Katrin Kiirend-Pruuli/Marju Luts-Sootak/Hesi Siimets-Gross/Reet Bender: Die Mesalliance des liberalen Eherechts mit dem konservativen Familienrecht im Estlands Recht der Zwischenkriegszeit – Cordula Scholz Löhnig: Eherechtsreform in der Weimarer Zeit – Saskia Lettmaier: Englisches Eherecht zwischen den Weltkriegen – David Deroussin: Marriage in France from WWI to WWII – Martin Löhnig: Spanisches Eherecht in der Zwischenkriegszeit: Der Weg von der kanonischen zur säkularen Ehe – und zurück – Attila Barna: Strafrechtlicher Schutz der Institution Ehe in Europa in der Zwischenkriegszeit – Martin Löhnig: Synthese

 

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10 February 2018

BOOK: Maria Gigliola DI RENZO VILATA (ed.), Succession Law, Practice and Society in Europe across the Centuries [Studies in the History of Law and Justice, vol. 14, eds. Georges MARTYN & Mortimer SELLERS] (Heidelberg: Springer, 2018), XXII + 659 p. ISBN 978-3-319-76257-9, € 211,99. DOI 10.1007/978-3-319-76258-6

(image source: Springer)

Book abstract:
This book presents a broad overview of succession law, encompassing aspects of family law, testamentary law and legal history. It examines society and legal practice in Europe from the Middle Ages to the present from both a legal and a sociological perspective. The contributing authors investigate various aspects of succession law that have not yet been thoroughly examined by legal historians, and in doing so they not only add to our knowledge of past succession law but also provide a valuable key to interpreting and understanding current European succession law. Readers can explore such issues as the importance of a father’s permission to marry in relation to disinheritance, as well as inheritance transactions and private, dynastic and cross-border successions. Further themes addressed by the expert contributors include women’s inheritance rights, the laws of succession for the prince in legal consulting, and succession in the Rota Romana’s jurisprudence.
More information with the publisher.

02 March 2017

CONFERENCE: "Aspects fiscaux du droit des successions sous l’Empire romain" (Paris, March 7, 2017)



WHAT Aspects fiscaux du droit des successions sous l’Empire romain, Conference

WHEN March 7, 2017, 17:30

WHERE Faculté de droit de l’Université Paris Descartes, salle des Actes, 10 avenue Pierre Larousse 92240 Malakoff (Métro ligne 13 Malakoff-Plateau de Vanves)

speaker

Prof. Ulrike Babusiaux, University of Zürich