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20 April 2026

BOOK: Martin LÖHNIG, Kamila STAUDIGL-CIECHOWICZ (eds.), Das Burgenland als rechtlicher Zwischenraum [Schriften zur Rechtsgeschichte; 235] (Berlin: Duncker & Humblot, 2026), 454 p., ISBN 978-3-428-19600-5

 Cover: Das Burgenland als rechtlicher Zwischenraum

ABOUT THE BOOK:
 
Mit der Eingliederung Deutsch-Westungarns als Burgenland in die Republik Österreich im Jahr 1921 entstand ein einzigartiger rechtlicher Übergangsraum. Über Jahre hinweg galt in der neuen österreichischen Region weiterhin ungarisches Recht, während zugleich eine schrittweise Angleichung an die österreichische Rechtsordnung erfolgte. Der Band beleuchtet diese außergewöhnliche Konstellation aus unterschiedlichen Perspektiven der Rechts- und Zeitgeschichte. Die Beiträge untersuchen unter anderem die internationalen Friedensverträge nach dem Ersten Weltkrieg, die politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen um die Zugehörigkeit Westungarns sowie die praktischen Herausforderungen der Rechtsübernahme und der erstrebten Rechtsangleichung. Auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse und bislang wenig erschlossener Quellen entsteht ein facettenreiches Bild einer Region zwischen zwei Rechtsordnungen und politischen Systemen.
 
TABLE OF CONTENT:
 
Thomas Olechowski
Das Burgenland, die Pariser Vorortverträge und das Venediger Protokoll

Kamila Staudigl-Ciechowicz
Ungarisches Recht – Burgenländisches Recht – Österreichisches Recht? Zwischen Rechtspartikularismus und Rechtsübernahme

Kinga Beliznai
»Vielleicht die einzige gute Sache«. Die Fortgeltung des ungarischen Eherechts im Burgenland nach 1921

Christian Neschwara
Ungarisches Eherecht im österreichischen Burgenland

Gerald Kohl und Raphael Kaplan
Probleme des Grundbuchsrechts im Burgenland

Ilse Reiter-Zatloukal
Heimatrecht und Staatsbürgerschaft im Burgenland in der Zeit des Übergangs von Ungarn an Österreich. Rechtsgrundlagen und Rechtspraxis

Christian Neschwara
Ungarisches und österreichisches Notariatsrecht. Die ehemals ungarischen und die ersten österreichischen Notare im Burgenland

Ondřej Horák und Bence Zsolt Kovács
Die Rolle des ungarischen Zivilrechts bei der Rechtsvereinheitlichung in der Tschechoslowakei in den Jahren 1918 – 1948. Unter besonderer Berücksichtigung des Erbrechts

Herbert Küpper
Jenseits des Burgenlands. Rechtliche Zwischenräume und gemischte Rechtsordnungen in weiteren Staaten der Region

Martin Löhnig
Die jüngere Rechtsgeschichte des Burgenlands als Teil einer alternativen europäischen Rechtsgeschichte der Moderne

Gebhard Klötzl
Wiener Bibliographie zum ungarischen Recht 1800 – 1918 (judizielle Fächer)
 
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