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08 July 2026

CALL FOR PAPERS: „Junge Juristen entlang der Donau" - Rechtsvergleichende Konferenz zwischen den Donauregionen, Győr, 16-18. November 2026, Deadline for applications: 25. August 2026

 


Call for papers – Aufruf zur Einreichung von Beiträgen

„Junge Juristen entlang der Donau“
Rechtsvergleichende Konferenz zwischen den Donauregionen
Győr, 16.–18. November 2026

Veranstaltungsort:
Széchenyi István Universität Győr

Organisatoren:
Deák Ferenc Fakultät für Staats- und Rechtswissenschaften der Széchenyi Universität Győr, Magyar-Német Ifjúságért Egyesület – Deutsch-Ungarisches Jugendwerk e.V., Institut für Ostrecht

Partner:
Universität Regensburg, Universität Passau, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof, Universität Augsburg, Universität Wien, Andrássy Universität Budapest, Deutsch-Ungarischer Jugendrat

Das Deutsch-Ungarische Jugendwerk hat letztes Jahr das erste Deutsch-Ungarische Jugendparlament veranstaltet. Dieses Jugendparlament hat sich u.a. die Realisierung eines juristischen Forschungsprojekts für Jugendliche entlang der Donau zum Ziel gesetzt. Das Jugendwerk möchte dieses Vorhaben mit den Partneruniversitäten Regensburg, Augsburg, Passau, Wien, Győr und der Andrássy Universität Budapest sowie der Hochschule Hof und dem vom Jugendwerk gegründeten Deutsch-Ungarischen Jugendrat verwirklichen und so junge Rechtsstudierende zusammenbringen, um gemeinsam ein Verständnis für die verwandten Rechtssysteme zu erarbeiten.

Die Rechtsordnungen Deutschlands, Österreichs und Ungarns teilen gemeinsame europäische Ideen und Wurzeln, weisen jedoch in ihrer Struktur und der aktuellen rechtspolitischen Dynamik deutliche Unterschiede auf. Diese Unterschiede werden in der öffentlichen Debatte häufig diskutiert, während ein direkter fachlicher Austausch zwischen jungen Studierenden bislang nur vereinzelt stattfand. Insbesondere mit Blick auf gesamteuropäische Herausforderungen besteht ein wachsender Bedarf an Verständnis für die jeweiligen Systeme sowie an rechtsvergleichender Expertise. Diese rechtsvergleichende Konferenz bietet eine multilaterale Plattform, um einen strukturierten und wissenschaftlich fundierten Austausch zu ermöglichen.

In diesem Rahmen können unter Anleitung der fachlichen Experten und Expertinnen mehrere Rechtssysteme der Vergleichenden Rechtswissenschaft erarbeitet und nachvollzogen werden. Dadurch sollen außerdem die rechtsvergleichenden Kompetenzen der Teilnehmenden gestärkt sowie eine zukünftige Netzwerk-Plattform geboten werden.

Ziel der Organisatoren ist auch die spätere wissenschaftliche Veröffentlichung der Ergebnisse der Konferenz. Damit dient die Veranstaltung nicht nur als fachliches Treffen, sondern auch als Ausgangspunkt einer längerfristigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und eines jungen Juristennetzwerks.

Die Organisatoren halten es für wichtig, den wissenschaftlichen Dialog durch die Einbeziehung von Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und geografischer Regionen, die mit dem breiten Thema in Verbindung stehen, zu stärken. Dabei ist es ein wesentliches Ziel, auch den interdisziplinären Austausch zu fördern und Perspektiven aus verschiedenen Rechtsgebieten, der Politik sowie den benachbarten Disziplinen zu eröffnen.

Das Programm der Konferenz baut auf thematischen Sektionen auf, in denen die jungen Teilnehmenden ihre Forschungen in Form von Kurzvorträgen präsentieren können.

Ausgewählte Schwerpunktthemen – Titel der Sektionen

  1. Welchen Rahmen setzen die Verfassungen für die internationale Kooperation entlang der Donau?
    – Prof. Dr. Dr. Herbert Küpper, Andrássy Universität Budapest, Institut für Ostrecht (Regensburg)
  2. In der Tradition des ius commune: vom römischen Recht zum heutigen Privatrecht in Europa.
    – Prof. Dr. Sebastian Martens, Universität Passau
  3. Die Grenzen der Plattformregulierung in der Europäischen Union – ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Meinungsfreiheit, Marktmacht sowie digitaler Verantwortung und Souveränität.
    – Prof. Dr. Beatrix Weber, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof
  4. Gleiche Regeln, unterschiedliche Gesellschaften: die Umsetzung der UN-völkerrechtlichen Konventionen in verschiedenen Ländern.
    – Dr. László Knapp, Széchenyi István Universität Győr
  5. Strafe vs. Entrechtung – Rechte des Gefangenen im Strafvollzug, in Geschichte und Gegenwart.
    – Prof. Dr. Arnd Koch, Universität Augsburg
  6. Minderheitenrecht mit besonderer Berücksichtigung des Rechtsstatus von Vertriebenen in Ungarn und in Deutschland nach dem II. Weltkrieg.
    – Prof. Dr. Miloš Vec, Universität Wien

Wir sind auf der Suche nach Beiträgen, die sich aus möglichst vielfältigen fachlichen Blickwinkeln heraus den Sektionsthemen nähern. Das geplante Forschungssymposium bietet Gelegenheit, aktuelle Forschungsarbeiten zu den Themenfeldern der jeweiligen Sektionen zu präsentieren und zu diskutieren.

Teilnahmebedingungen

Der Aufruf zur Einreichung von Abstracts richtet sich an Studierende und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die am Anfang ihrer akademischen Karriere stehen. So freuen wir uns auf Einreichungen von Studierenden und Promovierenden zwischen 18 und 35 Lebensjahren.

Für die Vorträge sind jeweils Zeitfenster von 15–20 Minuten vorgesehen, den Vorträgen folgt eine fachliche Diskussion. Die Präsentationen finden auf Deutsch statt. (Wir bieten ungarischen Muttersprachlern die Möglichkeit, komplexe Fragen mithilfe eines Übersetzers zu beantworten.)

Anschließend ist eine Publikation in Form einer wissenschaftlichen Studie (25.000–40.000 Zeichen) geplant, die die Konferenzergebnisse zusammenfasst.

Die Veröffentlichungen werden voraussichtlich in den folgenden Fachzeitschriften erscheinen:

  • Studien des Instituts für Ostrecht
  • Schriftenreihe der Universität Győr
  • Hofer Schriften zum Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT (Sektion 3)

Geplanter Ablauf (Stand 08.07.2026, Änderungen vorbehalten)

Montag, 16.11.2026

  • am Nachmittag individuelle Anreise der Teilnehmer
  • anschließend Stadtführung und Get-together (VIP-Abendessen)

Dienstag, 17.11.2026

  • 10:00–10:30 Uhr: Begrüßung
  • 10:30–11:30 Uhr: Keynotes – Eröffnende wissenschaftliche Vorträge
    • Dr. Márta Görög, Justizministerin von Ungarn (angefragt)
    • Georg Eisenreich MdL, Staatsminister der Justiz (angefragt)
  • 12:00–13:30 Uhr: Mittagspause
  • 13:30–17:30 Uhr: Vorträge der jungen Studierenden und Promovierenden sowie Austausch in den jeweiligen Sektionen

Mittwoch, 18.11.2026

  • am Vormittag individuelle Abreise der Teilnehmer

Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten

Für Unterkunft und Verpflegung während der Konferenz ist gesorgt. Die Reisekosten werden nach der Konferenz erstattet und können in folgender Höhe übernommen werden:

  • Teilnehmende aus Deutschland: bis maximal 250 €
  • Teilnehmende aus Österreich: bis maximal 100 €
  • Teilnehmende aus Ungarn: bis maximal 25 €

Wir empfehlen ausdrücklich die Anreise mit nachhaltigen Verkehrsmitteln wie Zug oder Fernbus. Wir können leider keine Kostenerstattung bei der Anreise mit dem Auto übernehmen.

Bitte beachten Sie außerdem, dass der Abschluss einer ausreichenden Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie die Gültigkeit der benötigten Ausweisdokumente (Personalausweis/Reisepass) in der Verantwortung der Teilnehmenden liegen.

Bewerbung

Bitte senden Sie bis zum 25. August 2026 ein Abstract (max. 500 Wörter, Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts und thematische Zuordnung zu einem der genannten Schwerpunkte) sowie eine kurze Biografie (max. 100 Wörter) an die E-Mail-Adresse:

donaukonf@sze.hu

Eine Rückmeldung über die Teilnahme erfolgt bis Mitte September.

Wir freuen uns auf interessante Vortragsideen und darauf, Sie im Herbst 2026 in Győr begrüßen zu können. Bei Rückfragen zur Ausschreibung stehen wir Ihnen unter donaukonf@sze.hu zur Verfügung!

Deák Ferenc Fakultät für Staats- und Rechtswissenschaften der Széchenyi Universität Győr

Magyar-Német Ifjúságért Egyesület – Deutsch-Ungarisches Jugendwerk e.V.

Institut für Ostrecht

 

17 December 2018

BOOK: Ferenc HORCHER and Thomas LORMAN, A History of the Hungarian Constitution [International Library of Historical Studies] (London: I.B. Tauris, 2018). ISBN 9781788312639, € 94,32


(Source: Wikipedia)

I.B. Tauris is publishing a book on the constitutional history of Hungary.

ABOUT THE BOOK

The new Hungarian Basic Law, which was ratified on 1 January 2012, provoked domestic and international controversy. Of particular concern was the constitutional text's explicit claim that it was situated within a reinvigorated Hungarian legal tradition that had allegedly developed over centuries before its violent interruption during World War II, by German invaders, and later, by Soviet occupation.

To explore the context and validity of this claim, and the legal traditions which have informed the stormy centuries of Hungary's constitutional development, this book brings together a group of leading historians, political scientists and legal scholars to produce a comprehensive history of Hungarian constitutional thought. Ranging in scope from an overview of Hungarian medieval jurisprudence to an assessment of the various criticisms levelled at the new Hungarian Basis Law of 2012, contributors assess the constitutions, their impacts and their legacies, as well as the social and cultural contexts within which they were drafted. The historical analysis is accompanied by a selection of original source materials, many translated here for the first time. This is the only book in English on the subject and is essential reading for all those interested in Hungary's history, political culture and constitution.

ABOUT THE AUTHOR

Ferenc Hoercher is Director of the Institute of Philosophy at the Hungarian Academy of Sciences and Professor of Aesthetics at the Pazmany Peter Catholic University in Hungary. He has published widely on philosophy, intellectual history, poetry, legal theory and politics and is a also member of the editorial board of Hungarian Review.

Thomas Lorman is a teaching fellow at the School of Slavonic and East European Studies (SSEES), University College London (UCL). He is the author of Counter-Revolutionary Hungary 1920-1925 (2006) and The Path to Fascism in Slovakia (I.B.Tauris, 2018). He has also published extensively in peer-reviewed journals and is an editor of the journal Central Europe.

TABLE OF CONTENTS

1 Introduction
Philip Barker - Thomas Lorman
2 Law and the Ancient Constitution in Medieval and Early Modern Hungary
Martyn Rady
3 The Birth of the Constitution in Eighteenth-Century Hungarian Political Thought
Istvan M. Szijarto
4 Resurrecting the Past, Reshaping the Future: The Rise of the `Ancient Constitution' at the Diet of 1790/91
Philip Barker
5 Reforming or Replacing the Historical Constitution: Lajos Kossuth and the April Laws of 1848
Ferenc Hoercher
6 Reform Fever and Disillusionment: Constitutional Codification Fiascos of the Hungarian Liberals after the Settlement of 1867
Andras Cieger
7 The Use and Abuse of Flexibility: Hungary's Historical Constitution, 1867-1919
Thomas Lorman
8 Law I of 1920 and the Historical Constitution
Istvan Szabo
9 Law I of 1946 and Law XX of 1949: Continuity or Discontinuity in Traditional Hungarian Constitutionalism?
Balazs Fekete
10 Is a Revival Possible? Theoretical Reflections on the Historical Constitution
Kalman Pocza
11 Epilogue: On the Future(s) of the Historical Constitution
Ferenc Hoercher - Kalman Pocza
Appendix: Primary Sources on Hungarian Constitutional History
1 The Golden Bull of 1222
2 The Rakos Declaration (1505)
3 Extracts from Stephen Werb?czy's Tripartitum (1517)
4 The Laws of 1687
5 The Laws of 1790/91
6 Robert Townson's Translation of Law XXVI of 1790/91
7 The `April Laws' of 1848
8 Law XII of 1867
9 The Declaration of the First Hungarian Republic (November 1918)
10 The Preamble to the Constitution of the Hungarian Socialist Federal Republic of Councils (1919)
11 The Preamble to Law I of 1920
12 The Preamble to Law I of 1946
13 The Constitution of the Hungarian People's Republic (1949)
14 The Fundamental Law of Hungary - National Avowal (2011)
Bibliography

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