ABOUT THE BOOK:
Spekulationsblasen sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Wirtschafts- und Finanzgeschichte. Beginnend mit der Tulpenblase über die Südseeblase und den Gründerkrach bis hin zur Dotcom- und Kryptoblase lassen sich immer wieder vergleichbare Marktphasen erkennen. Die Südseeblase sticht hierbei besonders hervor, steht jedoch bis heute – zu Unrecht, wie die vorliegende Arbeit darlegt – sowohl in der Wissenschaft als auch in der breiten Öffentlichkeit im Schatten der bekannteren Tulpenblase. Die Südseeblase stellt nicht nur ein einschneidendes Ereignis für die gesellschaftsrechtliche und kapitalmarktrechtliche Entwicklung in Großbritannien dar, sondern ist auch ein Paradebeispiel für die Gier und menschliche Psychologie im Wirtschaftssystem. Daneben lässt sich an der Südseeblase in beeindruckender Weise die politische Lage der damaligen Zeit sowie die Herausforderungen der noch jungen parlamentarischen Monarchie nachzeichnen – es verwundert insoweit nicht, dass mit Robert Walpole der erste Premierminister Großbritanniens aus der Südseeblase hervorgegangen ist. Die vorliegende Arbeit versucht dabei die Vorgänge um die Südseeblase in einen juristischen, aber auch interdisziplinären Kontext zu setzen, ohne dabei aktuelle Bezüge – die es reichlich gibt – zu vernachlässigen.
TABLE OF CONTENT:
1. Einleitung
2. Definition und interdisziplinäre Betrachtung von Spekulationsblasen
3. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als Wegbereiter der Südseeblase
4. Englisches Kapitalgesellschaftsrecht und Kapitalmarktrecht vor der Südseeblase
5. Die Südseegesellschaft und ihre Blase
6. Gesellschaftsrechtliche Regulierung durch den Bubble Act 1720
7. Kapitalmarktrecht während und nach der Südseeblase
8. Langfristige gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen der Südseeblase
9. Fazit
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