12 October 2021

SURVEY: Rechtsforschungskulturen vergleichend erforschen: eine Umfrage (MPILHLT, Christian Boulanger)

 

(images source: barblog (hypotheses))

First paragraph:

Die Debatte um den Stand und die Zukunft der Rechtssoziologie und interdisziplinären Rechtsforschung, an der auch wir auf diesem Blog aktiv teilnehmen (z.B. hier und hier) ist erstens auf die deutschsprachige, vor allem aber: deutsche Situation konzentriert, die sich durch eine hegemoniale Stellung der Rechtsdogmatik auszeichnet und in der andere Zugänge zur Rechtsforschung fragmentiert und institutionell marginalisiert geblieben sind. Wenn mit anderen Ländern verglichen wird, steht das Beispiel USA im Vordergrund, wo etwa die Law and Society Association eine Zahl an etablierten (und etatierten) Mitgliedern sowie einen forschungspolitischen Einfluss hat, von dem man hier selbst auf europäischer Ebene nur träumen kann. Ein Vergleich mit anderen, etwa benachbarten Ländern wie Polen, Frankreich oder die Niederlande wird nur selten unternommen, ebenso wenig werfen wir einen Blick über die Nordsee nach Großbritannien. Auf der anderen Seite erfolgt die Diskussion meist auf der Grundlage anekdotischer Evidenz. Weil interdisziplinäre Rechtsforschung meist auf der Grundlage kurzfristiger (Drittmittel-)Projekte stattfindet und sich dementsprechend auch keine oder nur schwache dauerhafte professionelle Strukturen ausbilden können, fehlen auch die Daten, die immer Nebenprodukt solcher institutionellen Verfestigungen sind.

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